Der Hase im Zughundesport 28.01.2020

Zughunde Einsteiger Workshop ist „nur“ ein hintereinanderher fahren vom Trainerhund

These aus Facebook

Derzeit kursiert diese These durch das Netz. Natürlich beschäftigt auch uns dies, denn … wenn eine öffentliche Behauptung aufgestellt wird – ist hier oft ein wenig Wahres dran. Vielleicht hat der- oder diejenige ja tatsächlich dies erlebt und stellt diese These nun leider sehr Verallgemeinert auf.

Wir haben nichts zu verstecken – also ….

Was also wirst DU bei uns im Einsteiger Workshop erleben

Ein Beispiel, wie ich es den letzten Workshop gehandhabt habe
es ist ein Beispiel… manchmal tausche ich die Reihenfolge. Aber meiner Art und Weise bleibe ich treu, bzw wir das Zughundeschule-Nord Team.

Wir werden am Anfang sehr theoretisch alles besprechen. Fangen oft bei den bereits vorbereiteten Scootern an
– wo liegen die Unterschiede
– was ist empfehlenswert
– worauf sollte man drauf achten

Jeder fährt anders, jeder hat andere Prioritäten.
Wenn man über etwas spricht, sollte man es auch ausprobieren.

Also ab auf die Roller (ohne Hund) und los.
– Kann man auch das Bein wechseln?
– Wie stark sind die Bremsen?
– Stehe ich gut, sollte ich die Füße anders stellen?

—> wir (die Trainer) machen den Hund, und ziehen zwischendurch mal an der Leine – für ein besseres Gefühl zum Scooter.

.

Die Hunde? Sind bisher brav im Auto und warten. Fragen werden immer wieder beantwortet.

Oft hole ich nun MEINEN TRAINERHUND aus dem Auto. Ich habe tatsächlich jedes Geschirr in der Machart passend für meinen Hund dabei – und ziehe ihm jedes einzelne an -zeige die Unterschiede und erkläre
– wieso das eine Geschirr besser für MEINEN Hund ist, als das andere.

Während hier immer wieder Fragen entstehen – darf MEIN TRAINERHUND immer mal frei laufen. Um sich die Beine zuvertreten.

ENDLICH – dürfen die Teilnehmerhund einzeln zur Geschirranprobe kommen. Jeder bekommt die Zeit, die er braucht – um auch DAS PASSENDE Geschirr zu finden. Sollten zwei Geschirre „gut“ passen – wir im Laufe des Tages entschieden, welches besser sitzt, mehr dazu gleich.

Sollte ein Teilnehmer bereits ein Geschirr besitzen, gucken wir dort nochmal drüber. Wenn es passt 🙂 weiter machen.

PUH… ganz schön viel Theorie bisher – aber gute Ding will Weile haben.

Ab geht es in die lang ersehnte Praxis.

mein Thesen Trainerhund? Liegt gemütlich im Auto, vielleicht streckt er sich gerade und dreht sich nochmal um.

Es gibt kein Schema F

Jeder Teilnehmer bringt eine Grunderziehung mit, einige haben bereits bisschen im Zughundesport Erfahrung gesammelt – und wollen einfach nur die Basics vernünftig aufbauen.

Also wird in der ersten kleinen Runde geschaut – wo steht der Teilnehmer und der Hund/die Hunde.
– Braucht der Hund ggf. noch eine kleine Hilfe, er darf endlich ziehen? Die ganzen vorigen Erziehungen vergessen 😉 😉
– Mancher Hund läuft einfach gern, hält aber alle 10m an (wegen Unterschiedlicher Gründe)
– Oder prescht er schon einfach nach vorne vor, ein kleines Naturtalent?
– …. oder einfach mal was ganz anderes?

Nachdem wir uns ein kleines Bild von jedem Team gemacht haben – gibt es eine kleine Mittagspause
(mit Snacks und Getränken oder gleich ins Restaurant)
Die wird genutzt, für ZUM BEISPIEL
—-> die Geschichte vom Zughundesport
—-> Warm up/ Cool dowm beim Training
—-> Wässern, was ist das?
—-> „richtig“ füttern, was gibt es für Zusätze für den Hund?
—-> „Must Have“ beim Zughundesport
—-> uvm

Bis hier hin – wie ihr ggf bemerkt habt – ist niemand vorweg gefahren.
Der Trainerhund?
Hat bisher den Tag läuferisch sein Können noch nicht zeigen dürfen 😉

Gestärkt geht es nun in die 2. Runde 🙂 Praxis

Die Teams können sich nun einschätzen, auch ich habe nun ein Bild vom Ganzen. Man vertieft nun den Start für die jeweiligen Teams, damit sie zuhause auch weiter machen können.
– startet der Hund besser neben einen?
—– sch**** erstmal auf das LineOut
– startet der Hund, hält nach 10 m an und will dann daneben laufen?
—– probiere nach 5m anzuhalten.
– startet der Hund gar nicht, aber wenn er läuft, dann läuft er?
—– wie motiviere ich ihn zu starten?
——— manchmal hilft hier tatsächlich der „Hase“ (es fährt jemand vorweg). Hier ist es aber wichtig, dass überholt wird oder man nebeneinander anhält oder oder – um den Hasen nicht zu festigen. Dieser dient jediglich anfangs zum Start. Nicht, damit der Hund überhaupt läuft.

Nach jeder Übung bekommt der Teilnehmer von mir ein Feedback. Positives, wie Negatives 😉

Ich sage auch – wenn ein Hund nicht laufen will. Oder wenn ein Hund läuft, aber lieber trabt. Dies ist nicht schlechter, als die anderen! Man wird in Zukunft dann längere Strecken fahren können, als die sogenannten Sprinter 🙂

Nun ist alles ausprobiert worden. Jenachdem wie fit die Teams noch sind… darf jeder Teilnehmer nun Wünsche äußern, was er nochmal machen möchte – um die Praxis bestmöglich zuhause umsetzen zu können.

Es gibt von mir keinen festen Trainingsplan. Durch die Feedbacks nach jeder Runde, kristalisiert sich quasi ein Plan heraus. Manch einer möchte diesen dann nochmal per Mail geschickt bekommen. Dann notiere ich mir zwei drei Worte zum Training – damit es individuell dem Team angepasst ist.

Und unser Motto? Vor und nach dem Workshop?

Fragen kostet nichts!!!

Solltet ihr konstruktives Feedback uns geben wollen, tut dies.
Man kann immer nur besser werden – nichts ist in Stein gemeißelt.

Je mehr Sie sich mit Ihren Kunden beschäftigen, desto klarer wird alles und desto besser können Sie entscheiden, was Sie tun sollten.

2 Kommentare

  1. Hallo
    Ich frag jetzt einfach mal.
    Ich habe einen sehr sportlichen Bernhardiner der sehr gerne am Rad mit mir läuft. Ich würde gerne mal mit ihm das ziehen ausprobieren. Gibs denn mal wieder ein schnupper kurz im März?
    Nicht km weit sondern einfach damit dieser Hund mehr abwechslung hat und seine Energie und kraft zeigen kann.
    Sind beide blutige anfänger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.