Hundeschuhe vs Booties

Wir hören – die Pfoten sind das A & O beim Hund – nicht nur beim Zughundesport, doch hier werden diese besonders beansprucht.

Nicht nur das richtige Geschirr muss passen, sondern auch die Untergründe auf denen ihr fahren/laufen werdet, gemeinsam im Zug mit eurem Hund.

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Habt ihr euch schoneinmal übelegt – wieso man nicht dann einfach die handelsüblichen Hundeschuhe aus einem Tierladen beim Zugundesport nimmt?

Die sind doch toll „gedämpft, gepolstert“ und sicherlich besser für die Gelenke – als die sogenannten „Booties“.

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Leider Nein.

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Die Booties aus dem Zughundebereich schützen jediglich den Ballen, die Pfoten selbst arbeiten, als wären sie frei. Der Hund hat noch genügend Gefühl in den Pfoten, kann besser die Balance halten – selbst zB auf Felsen. Zudem „schwitzt“ der Hund über die Pfoten und dies ist weiterhin Möglich.

Sie können teils sogar einen leichten Verband ersetzen – sollte der Hund bereits eine leichte Verletzung haben.

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Hundeschuhe sind klumpig, sehr stabil, oft Wasserabweisend.
Sicher gut, wenn man vorab weiß – es geht in ein Gelände mit scharfen Gegenständen (Trümmer) oder Gebirgen.

Es ist tatsächlich für den Alltag Geschmacksache, ob ich dem Hund Booties anziehe – wenn nötig – oder Hundeschuhe.

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Wann „boote“ ich im Zughundesport?

Hier können wir nur Erfahrungsberichte wiedergeben, denn es gibt hier keine Faustformel.

..: ein Hound kam aus Polen nach Deutschland. Hat in seinem Leben noch kein Asphalt gesehen und bekam bereits nach 500m Freerun blutige Ballen. Bis die Ballen vernünftig „Hornhaut“ bilden konnten für den Zughundesport in Deutschland – hat er fast ein Jahr im Sportbereich Booties getragen

..: eine leichte Schürfwunde am linken vorderen Ballen. Hund hat nicht gehumpelt, bevor es aber schlimmer wird – wurden beide vordere Pfoten gebootet.

..: Bruno hatte mal einen Cut im Ballen, da er mal auf einen Stein abrutschte. Im normalen Gassi, bekam er, um Dreck abzuhalten, den Bootie wieder über beide (hinteren) Pfoten an. Statt zB ständig einen Verband zu wechseln.

..: Nicht nur im Schnee, sondern wenn es eisig ist (zugefroren) – booten wir i.d.R. ebenso. Der Boden ist / kann dann scharf an einigen Stellen sein. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

..: im Schnee, um die Klumpen zwischen die „Zehen“ zu vermeiden, boote ich Bruno ebenso.

..: vor wichtigen Rennen booten viele ihre Hunde, um Verletzungen vorzubeugen.

Ich erzähle die ganze Zeit – „über beide Pfoten“ booten. Erklärte dies aber bisher nicht.

–> dem Hund fällt es einfacher / läuft gerader, wenn beide Pfoten gebootet werden. Daher bootet man, auch wenn z.B. nur eine Pfote eine leichte Verletzung hat, die andere Seite ebenso (hinten re/li oder vorne re/li).

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……… wie mein Fahrlehrer beim Autofahren sagte „wenn ich schon überlege, ob ich es noch schaffe, ist es bereits zu spät und man sollte bremsen“

—> wenn ich also überlege, ob ich booten sollte – dann boote ich bereits.

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im übrigen – bei Cuts oder leichten Schürfwunden…. kann ich aus ÜBERZEUGUNG und „Selbsttest“ zusätzlich das Pink Pure von Icepaw empfehlen.